Archiv

Windjahr 2016

 13.01.2017

Das Windjahr 2016 war sehr unterschiedlich – es begann zunächst sehr vielversprechend, dann folgte aber ein außergewöhnlich schlechter (also windschwacher) Sommer und Herbst. Das Jahresende war dann wieder von großen Unterschieden und sehr kurzen, starken Windperioden geprägt. Dieses Bild gilt nicht nur für unseren Windpark, sondern zeigt sich in der gesamten Region und auch in ganz Deutschland in ähnlicher Weise. Mit einem Ergebnis von -9% gegenüber dem langjährigen Mittel starten wir also mit einem mäßigen aber normalen Windjahr in den Regelbetrieb.“

Informationen zum Verfahrensstand

22.12.2016 

 

Die Bürgerwindparkgesellschaft konnte zum Jahresende einen sehr wichtigen Erfolg im Bezug auf die Klageverfahren erringen. Nach Auskunft des Verwaltungsgerichts (ein schriftliches Urteil liegt noch nicht vor) wurde eine der drei gegen den Windpark anhängigen Klagen nun abgewiesen! Die Verhandlung am 20.12. und die darauffolgende Entscheidung war auch richtungweisend für die beiden übrigen inhaltsgleichen Anwohnerklagen, so dass hier von dem selben Ergebnis ausgegangen werden darf. 

 

 

 

 

 

Stand 25.10.2016

Verfahrensstand

 

Das Hauptsacheverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist noch nicht abgeschlossen. In dem Erörterungstermin im Mai hatte das Verwaltungsgericht in Würzburg die Kläger um einen Vergleichsvorschlag gebeten. Die Kläger haben dies jedoch im August kurz vor Ablauf der dafür gesetzten Frist abgelehnt. In der Zwischenzeit hatte die beigeladene Bürgerwindparkgesellschaft ein qualifiziertes avifaunistisches Fachgutachten ins Verfahren eingebracht, welches zu dem Schluss kommt, dass es keine relevanten Uhuvorkommen vor Ort gibt. Das Gericht hat mittlerweile einen neuen Verhandlungstermin am 20.12.16 angesetzt.

 

 

 

Abnahme/Gewährleistung

 

Die Abnahme der Windenergieanlagen ist noch nicht erfolgt, hierfür ist eine Reihe von Verzögerungen in der Dokumentation und Bearbeitung von Restmängeln verantwortlich. Dass die Abnahme nun erst relativ spät erfolgen wird, hat für die Betreibergesellschaft nur sehr geringe Nachteile, aber wesentliche Vorteile. Die Gewährleistungsfrist ist hiervon unberührt und läuft erst ab Abnahme 2 Jahre. Der technische Zustand der Anlagen kann nach wie vor als gut bezeichnet werden.

 

 

 

Erträge

 

Das Jahr 2016 ist nur eines von zwanzig geplanten Betriebsjahren und es bot sehr unterschiedliche Windverhältnisse. Während das erste Quartal sehr gut war, war im zweiten und insbesondere im dritten Quartal deutlich weniger Wind, als im langjährigen Mittel erwartet. Energetisch haben aber nicht alle Quartale den gleichen Anteil am Gesamtertrag, der Winter ist deutlich stärker und die kommenden Monate also für das Jahresergebnis entscheidend.

 

Ein wichtiges Indiz für die Gründe hoher oder niedriger Erträge liefert der Windindex BDB, denn er bildet ab, wie andere Anlagen in der Region liefen. Er liegt bisher nur bis August vor, zeigt aber, dass die Anlagen im Sailershäuser Wald in fast allen Monaten und insbesondere in den windschwachen Sommermonaten  deutlich besser liefen, als die anderen WEA in der Vergleichsregion. Das bedeutet also, dass die erwirtschafteten Erträge tatsächlich im Windaufkommen und nicht in Fledermaus-, Netzstabilitätsabschaltungen oder technischen Defekten begründet sind.

16.09.2015

 

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass im Windpark NAP 1 (Anlagen 1 und 2) im Probebetrieb laufen. Anlage 2 liefert schon volle Leistung. Anlage 1 wird noch „eingefahren“. Die Abnahme der Anlagen 1 u. 2 wird in den nächsten Wochen erfolgen.

 

Bereits bis heute 16.09.2015 konnten die ersten ca. 250.000 kWh erzeugt und in die

20 KV-Netze eingespeist werden.

 

Wenn es die Windverhältnisse zu lassen wird in der dieser Woche (KW 38) WEA 10 errichtet, d.h. spätestens nächste Woche stehen alle 10 Anlagen.

 

Windpark NAP 2 (Anlagen 3 bis 10) werden zur Zeit ausgebaut. Anlage 3 wird nächste Woche in den Probebetrieb gehen, Anlage 4 übernächste Woche usw.. Bis Mitte November, sollen alle 10 Anlagen am Netz sein.  

 Alle Arbeiten laufen planmäßig im Zeitplan ….. und das trotz Baustopp. 

 

Besichtigung des Parks: 

Herr Eichhorn Markus, Projektleiter betreut die Bauarbeiten des Windparks. Wenn die Anlagen Ende Oktober komplett stehen und es nur noch um den Innenausbau geht, hofft er, Interessierten bereits die Anlagen vor Ort mit einer geführten Besichtigung zeigen zu können

 

Selbstverständlich werden wir unsere Mitglieder, darüber rechtzeitig Informieren und Einladen.

DER BAUSTOPP AM "BÜRGER WINDPARK SAILERSHÄUSER WALD" WURDE AUFGEHOBEN!!!! Juni 2015

Sehr geehrte Mitglieder,

es freut uns, dass wir Ihnen mitteilen können das der Baustopp aufgehoben ist.
Vorab schon mal ein paar Bilder zum Aufbau der Anlagen WK 1-3.
In Kürze werden wir die aktuellen Bauabschnitte mit Bilder einstellen.

Ihre BEG Haßberge eG

 

2015

Sailershausen/Landkreis Haßberge

Rund zwei Jahre gibt es nun die „BürgerEnergieGenossenschaft Haßberge eG“, der mittlerweile rund 450 Mitglieder angehören. Sie zeichneten Anteile in Höhe von 3,2 Mio Euro und unterstrichen damit eindrucksvoll ihre aktive Beteiligung an der Energiewende. In den letzten Wochen und Monaten strich ihr Blick sicherlich öfter über den Sailershäuser Wald auf die Rotoren der 10 Windräder, die ihren Betrieb inzwischen aufgenommen haben. Und nun waren die Mitglieder auch zu einer Besichtigung ihres „Bürgerwindparks“ eingeladen und erhielten dabei neueste Informationen über den Betrieb und ihre Fragen.

Das Interesse an der Besichtigung und am Betrieb der 10 Windräder war dabei so groß, dass der erste Termin sehr schnell ausgebucht war und nun für Donnerstag den 28. April noch ein weiterer Termin angesetzt werden musste. Heike Appel hieß von der BEG die Teilnehmer herzlich willkommen, die dann von Projektingenieur Markus Eichhorn von dem Stadtwerk Haßfurt sowie Ingenieur Gunther Häckner von GUT in zwei Gruppen am Windrad 1 und 2 ausgiebig über das Vorzeigeprojekt des „Sailershäuser Windparks“ informiert wurden.

Dabei wurde noch einmal daran erinnert, dass der Landkreis umfangreiche Untersuchungen vorgeschaltet hatte, wo der größte zusammenhängende Standort für einen Windpark wäre. Windmessungen bis auf eine Höhe von 200m, auch unterstützt mit Lasertechnologie und 3 unabhängige Gutachten, hätten hier eine entsprechende Grundlage geboten, auf die man aufbauen konnte. Anschließend seien dann die 10 Standorte festgelegt worden, die sich alle auf öffentlichem Grund befänden: 6 Anlagen auf Flächen der Universität Würzburg, 3 auf Flächen der Gemeinde Riedbach und eine Anlage auf dem Gebiet der Stadt Königsberg. Natürlich habe es bei der Festlegung auch Konflikte mit naturschutzrechtlichen Belangen gegeben. So habe man den Standort des 2. Windrades insgesamt viermal verschoben und nur der „7er“ sei auf dem Ursprungsort geblieben.

Ausreichender Flächenausgleich und Schutz für Biotope und Tierwelt

Ing. Markus Eichhorn betonte, dass alle Biotop-Räume kartiert und als Ausgleich andere Stellen oder auch Bäume unter dauerhaften Schutz gestellt wurden. Selbst Biotopbäume oder Höhlen für Spechte oder andere Lebewesen hätten dabei Berücksichtigung gefunden. Natürlich habe man für Biotope auch Flächenausgleich schaffen müssen wie die ca. 7 Hektar Waldausgleichsfläche, einen 14 m breiten Randbereich um den Wald, Heuflächen, Eichelansaaten und zusätzlich habe man eine Fläche von 1 ½ Hektar ohne Bewirtschaftung herausgenommen. Der Flächenverbrauch für die 10 Windanlagen betrage 7,8 ha, während man für den Wegebau 2 ha für alle Anlagen oder 2000 qm pro Anlage benötigte.

Großes Interesse zeigten die Mitglieder dann an der Bauphase der einzelnen Windräder, für die zuerst Stellplätze für die Kräne gerichtet und eine Baugrube von 21 m im Durchmesser ausgehoben werden musste. Der Untergrund habe zum Glück keine aufwendigen Bohrpfähle erfordert, sondern nur ein Schotterpolster von 80 cm. Kaum zu glauben, dass für die hohen Windräder nur ein Fundament von 1,10 m Tiefe notwendig war, aber trotzdem 800 cbm Beton oder 100 LKW-Ladungen an Beton angefahren wurden. Dieses sei dann an einem Tag natürlich mit der entsprechenden Baustahl-Bewehrung gegossen worden.

Statik des Turms eine besondere Herausforderung

Darauf sei dann der Turmbau erfolgt, der als Hybridturm mit zwei verschiedenen Baustoffen entstanden sei. Dies habe im unteren Bereich begonnen mit Halbschalen aus Beton mit einem Durchmesser von 9m und dann mit 21 Ringen aus Beton, die einfach aufeinander gestapelt wurden. Darauf kamen zwei Stahlrohrteile bis hinauf auf die Nabenhöhe von 140,6 m.

Ing. Markus Eichhorn schilderte dann eindrucksvoll, wie diese Bündel aus je 16 Stahlseilen nach unten verspannt wurden. Extra für das Spannungssystem sei ein Keller unter dem Turm notwendig gewesen. Der Übergang zum Maschinenhaus in luftiger Höhe, das schon in der Größe einem Omnibus entspreche, erfolgte dann mit einem großen Zahnkranz mit Elektromotoren, welche die Ausrichtung in die entsprechende Windrichtung übernehmen.

Die Gewichte der einzelnen Bauteile brachten die Besucher immer wieder zum Staunen. Das Gewicht der Rotornabe betrage 27 Tonnen, das der Hauptwelle 10 Tonnen und das des Getriebes 23 Tonnen. „Obwohl die 3 Rotorblätter aus Glasfaser bestehen, wiegt ein Blatt allein 11,5 Tonnen und alle drei zusammen somit 35 Tonnen. Die Blattwurzel hat dabei noch einen Durchmesser von 2,50 Meter und leicht können sich dort drei Personen bewegen.“ Zur Technik insgesamt sei der Anlagentyp „Nordex“ speziell für Schwachwindgebiete auf Binnenstandorten entwickelt worden. Die Nabenhöhe von 140 Metern sowie der große Rotordurchmesser mit 117 Metern und mehr als 10 000 Quadratmeter „überstrichener Rotorfläche“ in Kombination mit einem relativ kleinen Generator mit 2 400 kW gewährleisteten eine hohe Auslastung.

Die Windräder und die Sache mit dem Wind

Die immer wieder von aufmerksamen Beobachtern gestellte Frage, warum denn die Windräder öfter auch stehen, fand auf einfache Weise ihre Beantwortung. „Die Rotoren laufen bei einer Windgeschwindigkeit von 3m in der Sekunde bis hin zu 20m Wind in der Sekunde. Davor und danach schalten sie sich ab. Bei einer Windstärke von 3 bis 10m/Sekunde steigt die Rotorgeschwindigkeit, ab 10m bleibt die Umdrehung konstant mit 13 Umdrehungen pro Minute.“

Das genügte aber einigen noch nicht, die meinten „am letzten Wochenende war es doch so schön und trotzdem liefen die Windräder nicht.“ Die Erklärung von Markus Eichhorn folgte prompt: „Ja am letzten Wochenende war das Wetter zu schön und wir hatten zu wenig Wind.“ Einem Teilnehmer war aber aufgefallen, dass ein Teil der Windräder dann doch wieder lief und das sei doch etwas merkwürdig. Projektingenieur Eichhorn hatte aber auch hierfür die Erklärung. „Die vorderen Anlagen stehen mehr am Berg und da ist die Windhöffigkeit besser als in Richtung Kreuzthal, wo das Gelände etwas abfällt. Auch bietet das Windfeld für die 10 Anlagen nicht überall die gleiche Windleistung. Die Windräder können ebenso verschieden stehen, weil die Rotorblätter bei einer Windstärke unter 3m/Sek. dann bei ihrem jeweiligen Stand einfach abschalten, während die Windstärke bei anderen Rädern vielleicht noch etwas höher ist und diese dann laufen.“ Diese Informationen würden alle von der Windmessfahne und einer zusätzlichen Ultraschallmessung gesteuert und richten Maschinenhaus und Rotorblätter dementsprechend aus.

Zukunftsvision: Stromüberschuss für „power-to-gas“

Dass die Vergütung aber weiter laufe, wenn die Anlage aus anderen Gründen abgeschaltet wird und sich die Windräder nicht drehen, beruhigte die Anteilseigner, die sich ja auch eine entsprechende Rendite aus ihren Einlagen erhoffen. In diesem Zusammenhang lenkte Ingenieur Markus Eichhorn den Blick auf das neue Projekt „power-to-gas“, mit dem sich die Stadtwerke in jüngster Zeit befassten, gemeinsam mit der Fachhochschule Schweinfurt der Siemens AG, Linde AG und anderen Dienstleistern. Ziel sei es dabei, mit Hilfe von überschüssigem Strom durch eine Elektrolyse Wasser in Wasser- und Sauerstoff zu trennen. Der gewonnene Wasserstoff könne anschließend gespeichert oder ins Erdgasnetz gespeist werden. Und mit dem gespeicherten Wasserstoff werde bei Bedarf durch ein BHKW wieder Strom erzeugt.

Stromerträge entsprechen den Prognosen

Die Stromerzeugung interessierte die Mitglieder natürlich besonders und Kernstück sei dafür der Umrichter unten im Turm. Von diesem gehe es dann in den Trockentransformator und werde die Spannung auf 20 000 Volt transformiert, dann werde der Strom zur Schaltanlage und ins Netz eingespeist. Markus Eichhorn meinte, dass man eigentlich sogar zwei Windparks habe, denn die Windräder 1 und 2 speisten mit 4,8 Megawatt direkt zu den Stadtwerken ein. Die übrigen 19,2 Megawatt von den übrigen Windrädern würden nach Sylbach und Haßfurt und zu den Stadtwerken und zum Bayernwerk in die 110-KV-Ebene weiter geleitet. „Diese Aufteilung war nötig, um sich ein eigenes Umspannwerk zu sparen. Dies hätte nämlich noch einmal Investitionskosten von 2 Mio Euro bedeutet. So haben wir unsere Investitionen bei rund 45 Mio Euro halten können.“ Zur großen Zufriedenheit der Mitglieder der Bürger-Energie-Genossenschaft teilte der Projektingenieur mit, dass die Anlage bisher ihre Sollwerte erfülle und mit ihr 52-55 Mio Kilowatt-Stunden Strom im Jahr erzeugt werden könnten. Alle 10 Windräder liefen noch im Probebetrieb und stünden kurz vor der Abnahme mit dem Hersteller.

Sogar mit einer Schattenabschaltautomatik ausgestattet

In der Diskussion kamen natürlich auch neuerliche Presseberichte und angebliche Belästigungen von Anwohnern zur Sprache. Ing. Eichhorn meinte hierzu, dass Energie jeder Bürger haben wolle. Die Windenergie biete auf jeden Fall im Gegensatz zu Kohlekraftwerken und anderen Anlagen die verträglichste Sicht. Die besondere Meinung hänge aber oft auch von der eigenen Überzeugung ab und ob man auch eine Grundtoleranz einnehme. Ob Windenergie auch als zu laut empfunden werde, sei oft eine rein persönliche Wahrnehmung. „Bei starkem Wind ist der Wald bestimmt lauter als das Windrad“, bemerkte er dazu.

Man habe auch noch dazu eine Schattenabschaltautomatik eingebaut. „Wenn die Sonne scheint und ein Schattenschlag auf irgendein Gebäude trifft, dann wird das Windrad abgeschaltet. Diese Abschaltung ist meist nur für 8 bis 10 Minuten notwendig, dann ist der Schatten wieder weg und dann wird automatisch wieder zugeschaltet.“ Wenn sich aber jemand auf dem Acker befinde und es hier zu einem Schattenschlag komme, dann schalte sich die Anlage natürlich nicht ab.

Selbst nach einem Blitzableiter wurde gefragt, der natürlich vorhanden sei bis hinaus in die Rotorblätter. Es komme natürlich auch auf die Blitzstärke an. Zur schnellen Abschaltung des Windrades gebe es sogar eine Anlagenbremse als aerodynamische Bremse. Schließlich hätten auch die roten Ringe am Turm für den Flugverkehr eine Bedeutung und es gebe auch eine rote Beleuchtung, die nachts blinke, bei Nebel ihre volle Leuchtkraft entfalte und bei normaler Sicht in ihrer Lichtstarke reduziert werde.

Foto: Günther Geiling

 

Projektstand Oktober 2014

Auf den Gemarkungen der Stadt Haßfurt, der Stadt Königsberg und der Gemeinde Riedbach soll im
Sailershäuser Wald 2014 der erste Bürgerwindpark des Landkreises Haßberge errichtet werden.

Projektbeschreibung

Geplant ist die Errichtung von 10 Windenergieanlagen auf dem Höhenrücken des Sailershäuser Waldes.
Die Windräder sind in einer Reihe angeordnet. Die Strecke vom ersten zum letzten Windrad beträgt
ca. 3,6 km, der Abstand von Windrad zu Windrad ca. 400 m. Die Standorte liegen im sogenannten
Vorbehaltsgebiet „WK63“ (ehemals WK88 „westlich Kleinmünster“) des aktuell gültigen Regionalplans.

Aktueller Stand

Für das Vorhaben liegt eine vollziehbare Errichtungsgenehmigung gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz vor.
Der Einschlag und die Rodung der Infrastrukturflächen sind erfolgt. Die Neu-Aufforstung der nach Waldgesetz
und naturschutzrechtlich erforderlichen Ersatz- und Ausgleichsflächen ist abgeschlossen. Mit vorbereitenden
Maßnahmen für den Bau wurde begonnen.

Kurzbeschreibung

Windenergieanlagen:                   10 x Nordex N117-2.4 MW, Nabenhöhe 141 m

Stromertrag in 20 Jahren:           mehr als 1 Mrd. kWh (mehr als 10 % des Stromverbrauchs
                                                       des Landkreises)

CO2-Einsparung:                          mehr als 600.000 t / Jahr (entsprechend der CO²-Bindung von
                                                       ca. 3.000 ha Wald)

Investition:                                     ca. 45 Mio. €

geplante Inbetriebnahme:            4. Quartal 2015

 

 

 

Ergebnisse der Gutachten und Untersuchungen:

Naturschutz:
Obwohl die Größe des Vorhabens deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt, wurde freiwillig eine
Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt. Die Ergebnisse dieser fast eineinhalb Jahre dauernden
Untersuchungen haben bestätigt, dass vom Vorhaben weder für den Wald, noch für die in ihm lebenden Tiere
eine Gefahr ausgeht. Bei der Planung wurden nach Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes und der
Naturschutzbehörde alle Möglichkeiten der Minimierung des Eingriffs genutzt. Die für die Errichtung
der Anlagen benötigten Flächen wurden 1:1 auf angrenzenden Grundstücken mittlerweile wieder
aufgeforstet. Zusätzlich werden umfangreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt.
In den ersten Jahren werden die Anlagen im Sommer während der Nacht ausgeschaltet, um eventuell
gefährdete Fledermäuse zu schützen. Begleitend wird ein Fledermaus-Monitoring durchgeführt. Die insgesamt
für das Vorhaben gefällten Bäume entsprechen weniger als 10 % der Menge, die bei der Waldbewirtschaftung
pro Jahr eingeschlagen wird. Das heißt, dass im Zuge der Errichtung des Projektes 10 % eines Jahreseinschlages
an den Standorten der Anlagen erfolgte – die restlichen 90 % in anderen Waldbereichen. Es musste also
für das Projekt kein einziger zusätzlicher Baum gefällt werden. Etwa 80 % der Flächen der neu angelegten
Infrastruktur können wieder aufwachsen. Trotzdem wurde die gesamte Fläche der Wege und
Kranstellflächen des Projektes auf angrenzenden Flächen aufgeforstet – also ein deutlicher Flächengewinn
für den Wald und die Natur. Die Fundamente der Anlagen haben einen Durchmesser von ca. 22 m und greifen
durch ihre geringeTiefe von ca. 1 bis 2 m nicht in den Wasserhaushalt ein.

Während der gesamten Bauphase wird eine ökologische Baubegleitung durchgeführt.

Klimaschutz:
Der Klimawandel mit seinen negativen Folgen wie Stürmen und Überschwemmungen wird in
erster Linie durch die Verbrennung fossiler Energieträger verursacht. Da die von den Windrädern
erzeugte Strommenge nicht in konventionellen Kraftwerken erzeugt werden muss,
vermeidet
der Windpark einen CO
2-Ausstoß von ca. 30.000 t pro Jahr. Dies entspricht etwa 6 % der gesamten
CO
2-Emissionen des Landkreises Haßberge.

 

 

Immissionsschutz:
Der Anlagentyp Nordex N117 ist speziell für den Einsatz im Binnenland entwickelt worden.
Die Türme der Anlagen bestehen im unteren Bereich bis ca. 80 m Höhe aus Stahlbetonfertigteilen
auf die zwei Stahlrohrsegmente aufgesetzt werden. Am Fuß besitzt der Turm einen Durchmesser
von ca. 9 m und verjüngt sich bis zur Spitze in 141m auf ca. 3m Durchmesser.

Die Rotorblätter haben eine Länge von 58 m, der Durchmesser des Rotorkreises
beträgt 117 m und die Spitzenhöhe bei senkrecht stehendem Blatt 199 m. Die spezielle
Form der Blätter gewährleistet eine hohe Effizienz bei gleichzeitig sehr leisem Anlagenbetrieb.

Durch eine Schattenabschaltautomatik ist sichergestellt, dass an jedem bewohnten Ort
keinerlei Schattenwurf auftreten kann. Dazu hat sich die Betreibergesellschaft freiwillig verpflichtet.

Die Abstände zu den umliegenden Ortschaften liegen mit ca. 1.000 bis 1.200 m zu den
Ortsrändern deutlich über dem im bayerischen Winderlass von 2011 geforderten Wert von 800 m.

Die Schallimmissionen durch die Anlagen liegen deutlich unter den allgemein gültigen Grenzwerten und
wurden in einem unabhängigen Gutachten des TÜV nachgewiesen.

Landschaftsschutz:
Die linienförmige Anordnung der Anlagen entlang einer natürlichen Geländeformation
entspricht einer landschaftsästhetisch günstigen Variante. Gleichzeitig ist durch die
auseinandergezogene Form des Windparks eine Umzingelung von Ortschaften ausgeschlossen.
Die Ausgleichszahlung für den unvermeidlichen Eingriff in das Landschaftsbild fließt in den
bayerischen Naturschutzfonds und steht in den kommenden Jahren für ökologische
Verbesserungsmaßnahmen im Landkreis zur Verfügung. 

Potentielle Erweiterung des Windparks:

Die Errichtung weiterer Anlagen ist aus vielerlei Gründen ausgeschlossen und die öffentlichen
Eigentümer der Flächen könnten dies auch zuverlässig verhindern.

 


Wertschöpfung:
Alle Standorte liegen auf öffentlichem Grund ̶ im Eigentum der Universität Würzburg,
der Stadt Königsberg und der Gemeinde Riedbach.

Alle Pachteinnahmen kommen damit der Allgemeinheit zugute.

Auch die Gewerbesteuern gehen an die Kommunen, da die Betreibergesellschaft „Bürgerwindpark Sailershäuser Wald GmbH & Co.KG“ vor Ort angesiedelt ist.

Durch das Konzept der GUT Haßberge, der landkreisweiten Betreibergesellschaft,
und der Bürger-Energiegenossenschaft ist sichergestellt, dass die Wertschöpfung
weitgehend in der Region bleibt.

Beteiligungsmöglichkeit und weiterer Zeitplan:

Für die Bürgerbeteiligung u.a. an diesem Projekt, können interessierte Bürger bis Ende 2014 Anteile bei der BEG zeichnen.

Der Beginn der Baumaßnahmen für die Infrastruktur ist erfolgt. Zunächst werden die Wege gebaut und
die Stromkabel zum Anschluss der Anlagen verlegt. Je nach Witterungsbedingungen kann dann mit
dem Bau der Fundamente begonnen werden. Die Errichtung der Windenergieanlagen selbst dauert
jeweils nur wenige Wochen und soll im Spätherbst 2015 abgeschlossen sein.



Die Nutzung der Windenergie im Landkreis Haßberge bedeutet:

  • Wertschöpfung für die Region

  • Klimaschutz für die Umwelt

  • Ein Stück Unabhängigkeit für den Landkreis

    INFO-HOTLINE
    der GUT Haßberge
    Unter der Nummer
    09521 / 94 94 96 erhalten Interessenten telefonisch Antworten
    auf Ihre Fragen. Auch persönliche Gespräche oder eine detaillierte Projektvorstellung
    für Gruppen sind nach Vereinbarung möglich.

Oktober 2014

Die ENERGIEWENDE mit heimischen Energiequellen schreitet voran
Seien Sie dabei - JETZT!


Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

jetzt ist der richtige Zeitpunkt einen Beitrag zur Energiewende zu leisten und in die Energieerzeugung aus heimischen Energiequellen zu investieren.
Unser Projekt Bürgerwindpark Sailershausen geht jetzt in die Umsetzungsphase.
Am Montag, den 15.09.2014 haben die Bauarbeiten begonnen. In diesem Jahr sollen die Zuwegungen gebaut und die Kabeltrassen verlegt werden. Anfang nächsten Jahres folgen die Fundamente. Die Anlagen sollen im Sommer aufgestellt werden. Die Inbetriebnahme des Windparks ist für Oktober 2015 geplant.
Umgesetzt wird dieses Projekt von der Bürgerwindpark
Sailershäuser Wald GmbH & Co.KG.
Auf diese Gesellschaft hat die GUT das Projekt am
20. August 2014 übertragen.

An der Bürgerwindpark Sailershäuser Wald GmbH sind als Kommanditisten beteiligt:
    - Der Landkreis Haßberge
    - Die Städtische Betriebe Haßfurt GmbH
    - Die ÜZ Natur Holding GmbH
    - Die Planet Energy Kraftwerk XI GmbH & Co.KG (Greenpeace)
    - Die BürgerEnergiegenossenschaft Haßberge eG

Mit dieser Zusammensetzung der Gesellschafter haben wir 2 Ziele erreicht, die wir bei der Gründung der GUT gesetzt hatten.
Träger dieses Projekts ist eine Kommunale Gesellschaft:
Der Landkreis, die Städtische Betriebe Haßfurt GmbH,
die ÜZ Lülsfeld und die BürgerEnergiegenossenschaft
Haßberge eG haben in der Trägergesellschaft zusammen
über 70% der Stimmrechte.
Durch die Beteiligung des Landkreises, der Städte und
Gemeinden, die Städtische Betriebe Haßfurt GmbH,
der ÜZ Lülsfeld und der BürgerEnergiegenossenschaft
Haßberge eG bleibt die Wertschöpfung im Landkreis.
Über die BürgerEnergiegenossenschaft Haßberge eG hat jeder Bürger die Möglichkeit aus der Wertschöpfung an der Energieerzeugung teilzuhaben.

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 44,3 Mio. €. Davon bringen die Gesellschafter 11.500.000 € Eigenmittel auf.

Für das Projekt liegt eine positive Wirtschaftlichkeitsprognose vor.
Ihre Basis sind drei umfangreiche Windgutachten.
Wir gehen konservativ auf die Laufdauer des Projekts (20 Jahre) von einem Ertrag von 3 – 5 % aus.

Die GUT ist eine Gesellschaft der Städte und Gemeinden zusammen mit dem Bauernverband. Über die GUT wollen die Städte und Gemeinden
zusammen mit dem Bauernverband ihren Beitrag zur Energiewende leisten. Der Bürgerwindpark Sailershausen ist ein großer Schritt in diese Richtung.

Es wäre daher ein wichtiges Signal, wenn sich viele Landkreisbürger über die BürgerEnergiegenossenschaft Haßberge eG am Projekt
beteiligen.
Mindestbeteiligung ist ein Anteil von 1.000 €.
Schon mit der Mindestbeteiligung von 1.000 € wird rechnerisch die Strommenge erzeugt, die ein 3 Personen Haushalt pro Jahr verbraucht.

Sichern Sie sich bald Ihre Beteiligung an der BEG Haßberge eG.

Das Beteiligungsvolumen am Bürgerwindpark Sailershäuser Wald
ist auf 3 Millionen Euro begrenzt. Eine Beitrittserklärung finden Sie unter
www.beg-hassberge.de im Bereich Mitglieder.
Gerne senden wir Ihnen diese auch zu.

Jeder Interessierte kann sich ab sofort bei der
BürgerEnergiegenossenschaft Haßberge eG melden, im Büro
Zwerchmaingasse 9
97437 Haßfurt
E-Mail unter info@beg-hassberge.de
Telefonisch unter 09521/95 99 274
www.beg-hassberge.de
 
Das Büro der BEG ist  Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag 
von 9:00 – 13:30 Uhr und
Donnerstag von 12:30 bis 17:00 Uhr besetzt.

 

Oktober 2014

 

Beteiligungen am Bürgerwindpark Sailershäuser Wald GmbH & Co.KG, ist ab sofort möglich

Interessenten können sich melden Lange wurde geplant und gerechnet, vieles wurde berichtet. Nachdem der Riedbacher Gemeinderat, wie zuvor schon der Stadtrat von Königsberg der Verpachtung von Standorten im Gemeinde- und Stadtwald zugestimmt haben, nähert sich die Planungs- und Genehmigungsphase für die Windräder im Sailerhäuser Wald dem
erfolgreichen Abschluss. Gemeinsam mit den Standorten im Universitätswald geht das gesamte 10-Anlagen-Projekt „Bürgerwindpark Sailershäuser Wald“ in die nächste Phase.

Die zusätzlich im letzten Jahr durchgeführten Windmessungen mit einem High-Tech-Lasermessgerät haben die Erwartungen mehr als erfüllt. Es besteht jetzt die notwendige Sicherheit, den Bürgern, Kommunen und Unternehmen im Landkreis eine Beteiligung anzubieten. Eine möglichst hohe Investitionssicherheit für die Bürger war von Beginn an oberstes Ziel für die GUT Haßberge als Projektentwickler.

Nun sind alle Bürger im Landkreis gefragt, die Interesse an einer Beteiligung haben. Die BürgerEnergiegenossenschaft Haßberge eG als wichtigster zukünftiger Anteilseigner nimmt ab sofort - zunächst völlig unverbindlich - Interessensbekundungen entgegen und reserviert diesen Bürgern Anteile in der gewünschten Höhe. Erst nach erteilter Genehmigung, Klärung der noch offenstehenden Fragen und einer erfolgreich abgeschlossenen Finanzierung des Projektes können dann diese Interessensbekundungen in einen Genossenschaftsanteil umgewandelt werden. Danach ist dann auch die Einzahlung des gezeichneten Kapitals fällig.

Die BEG weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass diese Beteiligung an einem konkreten Vorhaben im Landkreis Haßberge, das mit kommunalen Beteiligungen und auch mit Beteiligung und Mitwirkung kompetenter regionaler Energieversorger umgesetzt wird, eine sehr hohe Sicherheit aufweist. Gleichwohl handelt es dabei um eine wirtschaftliche Investition mit Chancen und Risiken. Die Rendite für die BEG-Mitglieder wurde berechnet auf Werte zwischen drei und fünf Prozent über die Gesamtlaufzeit von 20 Jahren. Diese Rendite liegt damit über dem, was derzeit am Geldmarkt zu erzielen ist, beinhaltet aber auch die langfristige Bindung des eingesetzten Kapitals. Jedes zukünftige Mitglied der Genossenschaft erwirbt sozusagen ein kleines Stück Windrad, welches über die mehr als 20 Jahre Betriebsdauer durch jährliche Ausschüttungen das eingesetzte Kapital mit Rendite zurückzahlt. Gleichzeitig wird mit der Anlage umweltfreundlicher Strom erzeugt. Schon mit der Mindestbeteiligung von 1.000 € wird rechnerisch die Strommenge erzeugt, die ein 3-Personenen-Haushalt pro Jahr verbraucht.

Jeder Interessierte kann sich ab sofort bei der BürgerEnergiegenossenschaft Haßberge eG melden, schriftlich im Büro in der Zwerchmaingasse 9, 97437 Haßfurt, telefonisch unter
09521/ 95 99 274, oder per e-mail unter info@beg-hassberge.de.
Das Büro der BEG ist dienstags und freitags von 9.00 bis 13.30 Uhr und
donnerstags von 12.30 bis 17.00 Uhr besetzt.

 

Die BürgerEnergiegenossenschaft wurde beim Registergericht Bamberg unter GnR 289 am 10.05.2013 eingetragen.

Am Mittwoch, den 12. Dezember 2012 wurde die Bürgerenergiegenossenschaft Haßberge ins Leben gerufen. Sie ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Energiewende im Landkreis Haßberge. Die Gründung der Bürgerenergiegenossenschaft wurde vom Landkreis Haßberge und der Geschäftsführung der GUT Haßberge mbH initiiert.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis sollen mit einer Beteiligung an der Bürgerenergiegenossenschaft die Möglichkeit erhalten, sich aktiv an einer umweltfreundlichen Energiegewinnung und an der Erzeugung von Strom für die Region zu beteiligen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Landkreis Haßberge soll unter Beteiligung des Landkreises Haßberge, der Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises, der regionalen Energieversorger und der Bevölkerung erfolgen.

Die Landkreisbevölkerung soll mit dem Erwerb von Anteilen an der Energiewende teilhaben und durch die Investition in Energieerzeugungsanlagen auch finanziell profitieren. Über das genossenschaftlich organisierte Beteiligungsmodell wird auch ein Mitspracherecht erworben.

 

Partner-Seiten